Ernest Hemingway

Hemingway Museum (Ernest Hemingway Home & Museum, 907 Whitehead Street, Key West)

Ernest Miller Hemingway, am 21.07.1899 in Illinois geboren, war einer der erfolgreichsten US-amerikanischen Schriftsteller. Den Pulitzer-Preis erhielt er 1953 für sein Werk ‚Der alte Mann und das Meer’. 1954 bekam Hemingway den Literatur- Nobelpreis. Ernest Hemingway wurde in eine wohlhabende und angesehene Familie geboren. Bereits mit 18 Jahren arbeitete Hemingway als Lokalreporter. Er ging freiwillig als Fahrer des Roten Kreuzes in den ersten Weltkrieg, wo er schwer ver- wundet wurde. Er kehrte 1919 zurück, heiratete 1921 Hadley Richardson und zog mit ihr nach Paris. Dort lernte er die Persönlichkeiten F. Scott Fitzgerald, Gertrude Stein und Ezra Pound kennen und verschrieb sich der Schriftstellerei. 1927 ließ er sich von Hadley scheiden und heiratete Pauline Pfeiffer (VOGUE Moderedakteuerin, Mannequin und Freundin von Hadley).

1928 besuchten die beiden zum ersten Mal Key West. Beiden gefiel es dort so gut, dass sie bei ihrer Abreise einen Freund baten, sich nach einem Haus für sie umzu- sehen. Beide kehrten Anfang 1930 zurück nach Key West. 1931 kaufte der vermö- gende Onkel von Pauline das aus Korallenstein gebaute Haus Whitehead Street 907 für 8.000 $ und schenkte es den Hemingways. Das Haus wurde von Pauline reno- viert und mit Antiquitäten aus Europa ausgestattet. Der übliche Tagesablauf von Ernest Hemingway in dieser Zeit sah so aus: Schreiben am Morgen, Fischen am Nachmittag und Barbesuche am Abend. Zu dieser Zeit herrschte ‚die große Depres- sion’, Key West war bankrott und Hemingway wahrscheinlich der einzige zahlende Gast in seiner Stammkneipe ‚Sloppy Joe’s Bar’. Die Hemingways liebten ihren Lebensstil. Pauline baute das Kutscherhaus zum Gartenhaus um und die obere Etage wurde Ernests Studio. In dieser Zeit entstanden etliche Werke des weltbe- rühmten Schriftstellers. Den Salzwasser-Swimmingpool hat Pauline für 20.000 $ bauen lassen. Der erste Pool auf Key West. Die Reaktion von Hemingway: Er holte verärgert seinen letzten Penny aus seiner Hosentasche, warf ihn auf den Boden mit dem Ausspruch: ‚hier hast Du noch meinen letzten Penny’. Der Penny befindet sich heute unter Plexiglas im Boden. Wenn Ernest Hemingway Besucher durch den Gar- ten führte, zeigte er auf die steinerne ‚Katzentränke’. Diese ‚Tränke’ war ursprüng- lich ein Pissoir in Sloppy Joe’s Bar, das nach Renovierungsarbeiten überflüssig war. Er sagte: „Hier ist so viel von meinem Geld durchgelaufen, da hab ich wohl ein Anrecht drauf“.

Hemingway lernte in der Bar die Schriftstellerin und Reporterin Martha Gelhorn ken- nen und ging mit ihr zusammen 1937 als Berichterstatter in den Spanischen Bürger- krieg. Die Ehe zwischen Pauline und Ernest wurde 1940 geschieden. Pauline blieb bis zu ihrem Tod 1951 in diesem Haus, dem heutigen Museum.

Fallen Ihnen die vielen Katzen auf? Sie sollen Nachkommen von Hemingways 6- zehiger Katze ‚Snowshoes’ sein.

Depressionen und Alkoholkonsum begleiteten Ernest Hemingway die meiste Zeit seines Lebens. Er starb am 2. Juli 1961 durch Suizid. In seiner Familie nahm sich ebenfalls sein Vater, eine Schwester, ein Bruder und eine Enkelin das Leben.