Die Everglades

Die Everglades umfassen eine Fläche von ca. 6.104 km2 und reichen vom Lake Okeechobee im Norden bis an die äußerste Südspitze der Florida-Halbinsel. Dieses Gebiet, eine bis zu 60 km breite, oft nur einige Zentimeter tiefe Wasserader, ist fast völlig von Gras bewachsen und fließt ca. 1 Meter pro Stunde. Die Everglades sind aber kein Sumpfgebiet, sondern vielmehr eine Prärie, welche den überwiegenden Teil des Jahres überschwemmt und im Winter teilweise trocken ist. Rund die Hälfte der ursprünglichen Fläche der Everglades ist seit dem 06.12.1947 ein Nationalpark.

Die Strömungsverhältnisse in den Everglades sind durch menschliche Eingriffe seit den 1920er Jahren erheblich gestört, was natürlich große Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem hat. Um dem entgegenzuwirken, hat der Staat Florida im Juni 2008 für 1,75 Milliarden Dollar Flächen gekauft, die wiedervernässt werden. Dieses Renaturierungsprojekt zur Wiederherstellung und Erhaltung der Everglades ist das Größte in der gesamten Geschichte der USA.

In dem Nationalpark leben die einzigen noch wildlebenden Flamingos in den USA. Daneben gibt es Vögel, wie Ibisse, Pelikane, Kormorane und Störche und auch Waschbären, Schwarzbären, Schildkröten, Schlangen, Seekühe, Spinnenarten, Pumas, Alligatoren, Spitzkrokodile und weitere Tierarten. Insgesamt sind 350 verschiedene Vogelarten, 300 Süß- und Salzwasserfischarten, 40 Säugetierarten und 50 Reptilarten nachgewiesen.

In den Everglades leben Alligatoren und Krokodile. Diese Konstellation gibt es weltweit an keinem anderen Ort.

See you later, alligator... Wer an Florida denkt, denkt an Alligatoren. Die Alligatoren sind im gesamten Gebiet verbreitet, doch meiden sie das Salzwasser und auch die Menschen. Es sei denn, sie fühlen sich eingeengt oder bedroht. Das Füttern der Alligatoren ist verboten und wird mit hohen Geldstrafen belangt.
Die Krokodile leben, im Gegensatz zu den Alligatoren, in Küstennähe und im Salz- wasser. Die größeren Tiere sind auch viel aggressiver als die Alligatoren und daher unbedingt zu meiden. Verhaltensmaßregeln sind hier überflüssig: „they eat you anyway“. ;-)

Äußerlich unterscheiden sich beide Reptilienarten vor allem durch die Form ihrer Kieferknochen. Während das Gebiss des Krokodils länglich und gestreckt ist, wirkt die Schnauze eines Alligators gedrungen, die Form des Schädels eher plump.

Beliebt bei Touristen sind auch die Touren auf den berühmten Airboats. Wenn Sie so eine Tour machen wollen, denken Sie daran, es wird laut. In jedem Fall sollten Sie im Sommer an einen guten Mückenschutz denken, z.B. ‚Off’ – amerik. Supermarkt oder im HWR-Schrank der Villa Palma.

Unser Tipp für eine Airboat-Tour:

Lake Traffort, 6001 Lake Trafford Rd., Immokale, FL 34142
Nur eine Autostunde von der Villa Palma entfernt.