Sanibel und Captiva

Sanibel und Captiva zählen zu den Barrier Islands und sind der Halbinsel Cape Coral vorgelagert.

Die Insel Sanibel wurde 1884 erstmals besiedelt und erst 1974 wurde die Stadt Sanibel gegrün- det. Die Insel Sanibel ist nur ca 44 km2 groß und durch eine Brücke mit Captiva ver- bunden. Viele (wohlhabende) Einwohner haben hier ihren Zweit-Wohnsitz.

Mehr als die Hälfte von Sanibel ist Naturschutzgebiet*. Auf Sanibel und Captiva gibt es keine Straßenbeleuchtungen und Ampeln, damit die Gürteltiere, Waschbären, Alligatoren, Opossums und zahlreiche Vogelarten und alle andere Tiere hier ungestört leben können. Die Strände sind der Geburtsort von verschiedenen Meeresschildkröten. Aber... es gibt über 41 km gut ausgebaute Fahrradwege, um die Insel zu erkunden. Hier herrscht kein Massentourismus, es gibt keine Hochhäuser. Die Inselverwaltung ist bemüht, Mensch und Natur in Einklang zu bringen. Kein Haus darf höher sein, als die größte Palme, ca. 12 m, entspricht 3 Stockwerken.

Beide Inseln haben eine Ost-West-Ausrichtung mit einem Plateau vor der Küste in leichter Schräglage, das als eine Art Rampe fungiert. Selbst bei Stürmen, die im Dezember oder Januar gelegentlich über das Gebiet hinwegfegen können, werden exotische Muscheln im seichten Gewässer nicht zerbrochen und trudeln unversehrt an die Strände. Die Inseln sind berühmt für die größten Muschelvorkommen der USA. Hier hört man mit jeder Welle, wie Hunderte, Tausende Muschelschalen an den Strand gerollt werden. Und wenn die hohlen Häuser der Meeresschnecken sich berühren, klingt es so zart, als würden sie miteinander kuscheln, die Muscheln.

Ganz gleich zu welcher Jahreszeit ... die naturbelassenen, schönen, (ca. 25) kilometer- langen Strände sind nie voll und wer Ruhe sucht und im Urlaub in der Sonne entspan- nen möchte, ist hier genau richtig. Das Meerwasser hat eine durchschnittliche Wasser- temperatur von 25°C. Bei Jung und Alt ist der sehr seicht ins Meer abfallende Strand beliebt. Ein Strandspaziergang, verbunden mit der Suche nach Muschelschätzen, lässt den Alltagsstress schnell vergessen und vielleicht auch die Welt für eine Zeitlang mit anderen Augen sehen. Wer noch nicht die Liebe zum Muschelsammeln entdeckt hat, kann hier leicht süchtig werden. Allein über 400 unterschiedliche Muschelarten werden an den Strand gespült. Sanibel wird auch ‚Sanibel Stoop’ genannt, denn ‚stoop’ bedeutet gebeugte Haltung, die typische gebückte Haltung der Muschelsucher. Auch eine besondere Seeigelart, der ‚Sanddollar’ ist hier zu Hause. Er hat seinen Namen durch sein Aussehen, das an eine alte Dollarmünze erinnert. Der lebende Sanddollar hat eine braune Farbe (und darf nicht gesammelt werden). Tote Sanddollar sind weiß. Die weiße Farbe entsteht durch die Versteinerung des aus Kalkplättchen zusammenge- setzten Skeletts.

Achtung: Es dürfen nur leere Muschelschalen oder Schneckenhäuser aufgesammelt werden. Eine Muschel braucht bis zu zwölf Jahre, um erwachsen zu werden.

* Naturschutzgebiet J.N. ‚Ding’ Darling National Wildlife Refuge, sh. Extra-Info

Unser Tipp für einen Tagesausflug an den Strand:

Packen Sie das Strand-Equipment (in der Garage der Villa Palma) ins Auto und fahren Sie früh morgens noch vor dem Berufsverkehr nach Sanibel (nur ca. 25 Min.), frühstücken Sie im Lighthouse Cafe, 362 Periwinkle Way, Sanibel FL 33957 und genießen Sie die Strände von Sanibel und Captiva.